Ist Rio de Janeiro gefährlich?

Mein Name ist Alexander Weber und ich war das erste Mal 2022 in Rio de Janeiro. Meine Familie hat dort Bekannte und Freunde. In diesem Artikel möchte ich dir aus Erfahrungen und Erzählungen von unseren Freunden erzählen, was in Rio gefährlich ist und was nicht.

Nein, Rio de Janeiro ist allgemein gesehen für Touristen nicht gefährlich, solange sie sich an gewisse Regeln halten und nicht blind durch die Welt laufen, als könnte ihnen nichts passieren.

Dinge die du nicht tun solltest, wenn du in Rio bist

  1. Unaufmerksam herumlaufen

In Rio gibt es eine Menge Armut. Die Leute, die in Favelas leben, suchen sich entweder eine Arbeit, verkaufen Dinge am Strand oder rauben Menschen aus. Ausrauben tun sie meist Touristen und sind an den touristischen Orten unterwegs. Strände wie Copacabana sind hier ein häufiges Ziel und man sollte immer darauf achten, ob jemand Ausschau hält.

  1. Nachts an den Strand

Nachts an den Strand klingt nach einem schönen Abenteuer für Touristen. Seid bitte nicht so abenteuerlich in Rio unterwegs. Der Strand ist zu meiden, wenn keine Menschen oder wenige Menschen dort unterwegs sind. Du machst dich mit so einer Aktion schnell zur Zielscheibe.

  1. Viel Schmuck tragen

Die Diebe haben ein geschultes Auge und sehen sofort, ob du eine Rolex um hast. Außerdem erkennen sie Ketten und anderen Schmuck. Wenn ihr nicht wollt, dass jemand von einem Motorrad eure Kette klaut (einem Freund wirklich passiert) oder eure Kette am Strand abgerissen wird, lasst sie zu Hause. Bitte tragt auch keinen Fake Schmuck, da ihr euch damit auch unnötigerweise zur Zielscheibe macht.

  1. Abends alleine unterwegs sein

Mit Abends alleine unterwegs sein meine ich nicht, dass ihr euch in eurem Hotel verkriechen müsst, sobald die Sonne unterwegs. Ich meine damit das ihr schauen solltet das ihr nur auf Straßen unterwegs sind, welche nicht komplett leer sind, sondern dort unterwegs seit wo die Einheimischen auch unterwegs sind. Ansonsten kann es schnell einmal sein das dich jemand Überfällt ohne das jemand in der Nähe ist.

  1. Dein Handy dauerhaft verwenden

Ich habe in Rio so viele Leute gesehen, welche ihr Handy dauerhaft in der Hand hatten. Besonders am Strand oder anderen touristischen Orten ist das super gefährlich. Ihr müsst euch vorstellen, dass ihr Geräte im Wert von mehreren hundert eure in der Hand haltet und Leute dort unterwegs sind, welche grade so überleben. Ihr verleitet sie dazu, eure Geräte zu klauen. Ihr könnt auf jeden Fall mal euer Handy herausholen, um Fotos zu machen oder um etwas anderes zu machen. Packt es aber dann auch schnell wieder weg, wenn ihr es nicht braucht und macht vielleicht keine 50 Minuten Instagram Session am Strand.

  1. Google Maps verwenden

In Deutschland und überall anders würde ich sofort Google Maps nutzen um zu schauen wie ich irgendwo hin komme. In Rio würde ich dir das aber nicht empfehlen. Da Google Maps für dich nicht die sicherste Route, sondern die schnellste auswählt. Es kann also gut sein, dass du durch arme und unsichere Gegenden gehst und ausgeraubt wirst. Sei also vorsichtig, wo du lang gehst.

  1. Favela Touren machen

Ich konnte noch nie verstehen was darin interessant ist durch Arme gebiete zu gehen und sich das Leid der Menschen anzusehen. Es ist hier gefährlich. Egal ob mit einem Tourguide oder nicht. Ihr wisst nie, ob euch nicht jemand für eine Uhr mit einem Messer oder einer Waffe bedroht. Diese Menschen haben nicht viel zu verlieren und für sie eine Menge Geld zu gewinnen, wenn sie euer Handy oder eure Uhr klauen.

  1. Importware kaufen

Im Brasilien sind Importprodukte sehr teuer. Lokale Waren zu kaufen, macht hier viel Sinn. Denn in Rio verdient der normale Bürger nicht sehr viel Geld, weswegen Produkte hier preisgünstig sind. Importware kann allerdings zwischen 200 und 300 % teurer sein, als in Deutschland. Beispielsweise habe ich geschaut, was AirPods Pro bei Apple kosten und der Vergleich war ca. 250–300 € in Deutschland und ca. 500 € in Brasilien.

Dinge die du tun solltest, wenn du in Rio bist

  1. Im Hotel nach Auskunft fragen

In Rio kommt man außerhalb von seinem Hotel meist ohne Portugiesisch nicht weit. Deswegen ist es immer eine gute Idee im Hotel nach einigen Tipps zu fragen, welche in der Umgebung des Hotels sind. Außerdem entwickeln sich Kriminelle auch immer weiter und vielleicht kennt jemand im Hotel lokale Maschen, damit ihr nicht auf einen Trickbetrüger reinfallt.

  1. Uber nutzen

Eine tatsächlich ziemlich sichere Methode des Reisens innerhalb von Rio ist Uber. Die Fahrer sprechen größtenteils nur Portugiesisch, allerdings habt ihr die Sicherheit durch Uber selbst. Wir hatten gar keine Probleme, mit Uber von A nach B zu fahren und es ist für westliche Verhältnisse extrem günstig. Eine 30 Minuten Uber Fahrt hat in etwa 4–5 € gekostet, was in etwa der Startpreis eines Taxis in Berlin ist. Zu der Zeit, in der ich in Rio war, lag der Wechselkurs von Euro zu Real in etwa bei 1:6.

  1. Planen

Man kann sich in Rio an den Stränden verlieren oder seinen ganzen Tag durchplanen. Ich habe es gerne, wenn ich möglichst wenig Zeit, möglichst viel sehe. Deswegen würde ich einen Tagesplaner oder Wochenplaner verwenden, um möglichst alles zu machen und zu schaffen.  Dafür kann ich beispielsweise meinen eigenen Wochenplaner empfehlen, welcher eigentlich für Leute gedacht ist, die Social Media betreiben, allerdings kann man ihn auch als ganz normalen Wochenplaner verwenden. Ihr könnt ihn hier kaufen:

Mein Wochenplaner auf Amazon*

  1. Kreditkarte nutzen

Alle Banken werden dir einen schlechten Wechselkurs direkt in Rio anbieten. Du kannst allerdings schon vorher mal schauen welche Kreditkarten, die besten für das Reisen sind. Du kannst so gut wie überall außer bei Straßenhändlern mit Kreditkarte zahlen. Hier würde ich mir eine besorgen, welche möglichst kosteneffizient ist, um deine Kosten zu senken.

 

Fazit

Alles in allem ist Rio keine besonders gefährliche Stadt, wenn man darauf achtet, was man tut und nicht wirkt wie ein Tourist. Ich würde euch auf jeden Fall empfehlen nach Rio zu reisen und es ist definitiv den Flug und die Zeit wert dort ein paar Tage zu verbringen. Ich selbst war 10 Tage im Februar dort und mir hat es sehr gut gefallen aus dem kalten Deutschland in das sonnige Rio zu reisen.

*Alle Produkt-Links sind Affiliate-Links. Das heißt, von dem Kauf des Produkts bekomme ich einen kleinen Teil ab, der sonst an Amazon gegangen wäre. Ich habe nichts mit den Produzenten der Produkte zu tun.